Ich habe doch nur …

In unserem täglichen Leben neigen wir alle dazu gewisse Umstände die wir versehentlich oder auch aus Unwissenheit herbeigeführt haben beschwichtigen zu wollen. Meist beginnend mit den Worten: ich habe doch nur…

Heute möchte ich eine neue, spannende Beitragsserie beginnen die sich genau mit „ich habe doch nur…“ beschäftigt.

Mein Beitrag handelt von einem Brand, der am 26.05.2020 unweit meines Arbeitsplatzes entstand. Die Bewohnerin des Hauses hatte wohl mit einem Gasbrenner rund um das meist aus Holz gebaute Haus Unkraut entfernt. Dadurch entstand rasend schnell ein Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr konnte diese das Haus nur noch kontrolliert abbrennen lassen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser verhindern. Der Sachschaden belief sich auf rund 250.000 Euro!

Da zum Glück keine Personen verletzt wurden handelte es sich um einen reinen Sachschaden. Nun sollte man annehmen, dass lässt sich ja alles regeln … Das Gebäude ist ja versichert. Ist es aber schon ausreichend sich auf einen vorhandenen Versicherungsschutz zu verlassen?

Meine Antwort darauf ist kein klares Nein!

Viele Gebäudeversicherungen in Baden-Württemberg stammen noch aus den Jahren rund um 1960 – 1970 und wurden nie aktualisiert. Ihr könnt Euch das Vorstellen wie bei einem Auto. Vergleicht ihr ein Fahrzeug das im Jahr 1990 neu gekauft wurde, mit einem Fahrzeug aus 2020 so werden Euch bestimmt einige technische Fortschritte auffallen, oder? Genauso ist es mit Versicherungsbedingungen! Die Bedingungen verbessern sich stetig und wachsen, gemeinsam mit neuen Gegebenheiten.

In dem Fall dieses Brandes ist es so, dass der Versicherer sich darauf berufen kann: das Entfernen des Unkrauts mit einem Gasbrenner ist grob Fahrlässig! Aber was bedeutet das nun konkret?

Die grobe Fahrlässigkeit stellt eine häufige Ursache dafür dar, weshalb der Gebäudeversicherer nicht oder nur eingeschränkt leistet. Ich finde fast täglich in Versicherungsverträgen meiner Kunden diesen Ausschluss oder den Passus „bei grober Fahrlässigkeit leisten wir nur bis 10.000 Euro“ Kann es einen Unterschied machen wenn ich vor meinem abgebrannten Haus stehe, keine Leistung erhalte, nur 10.000 Euro erhalte, oder eben die volle Summe? Also wie in unserem Fall 250.000 Euro!!!

Die Überprüfung kostet uns nur ein paar Mausklicks, die entscheidend dafür sein können ob ihr auch vor finanziellen Ruinen steht, oder Euch nach dem Schrecken alles wieder neu aufbauen könnt. Oftmals sind neue, leistungsstarke Tarife nicht einmal mit finanziellen Mehrkosten verbunden. Also, alles in allem seht ihr, dass sich eine Überprüfung nur lohnen kann.

Bei Fragen, Wünschen, Lob und auch Kritik bin ich wie immer gerne für Euch da!

 

Herzlich grüßt Euch

Euer Marc

9+

Wieviel ist mein Körper wert?

Erst einmal vielen herzlichen Dank für die vielen, vielen positiven Resonanzen auf meinen letzten Beitrag! Viele von Euch haben mich allerdings gefragt, was ist eigentlich eine Gliedertaxe in der privaten Unfallversicherung. Darum möchte ich heute auf dieses Thema eingehen und es Euch gerne näherbringen.

In meinem letzten Beitrag ist Max beim Wandern abgerutscht und hatte sich einen bleibenden Schaden am Bein zugezogen. Ein bleibender Schaden zieht einen Invaliditätsgrad nach sich, welcher Grundlage zur Berechnung der Entschädigungsleistung ist. Maßgeblich ist hierfür die Gliedertaxe.

Der Invaliditätsgrad richtet sich nach dem Wert, der in der Gliedertaxe aufgeführt ist. Sie ist Basis der Leistung in der privaten Unfallversicherung. Die Gliedertaxe beschreibt in einer Tabelle die körperliche Beeinträchtigung in Prozent. Die Prozentzahl ist davon abhängig, welches Körperteil wie stark eingeschränkt ist. Je höher der Invaliditätsgrad, desto mehr Geld zahlt die Unfallversicherung dem Geschädigten.

Die Gliedertaxe nach den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen sieht folgende Leistungen vor:

Auch bei  der Gliedertaxe ist für Euch wichtig zu wissen, dass es auch hier Unterschiede gibt, die entscheidend dafür sind, wie viel Geld Ihr im Falle des Falles erhaltet. Alleine in dem hier dargestellten Tarif gibt es drei verschiedene Berechnungsgrundlagen (Standard, Komfort, Top).  Dies von einer Gesellschaft! Nun gibt es in Deutschland 528 Versicherungsunternehmen (Quelle: www.statista.com) Dies sind 1.584 unterschiedliche Möglichkeiten! Wer soll da noch durchblicken? Ich nicht!

Zum Glück habe ich Softwarelösungen, die mir dabei helfen für jeden Topf den passenden Deckel zu finden.

Bei Fragen, Wünschen, Anregungen, Lob und auch Kritik bin ich gerne für Euch da.

Herzliche Grüße

Euer Marc

4+

Die Geschichte von Max und dem Mitwirkungsanteil

Herzlich Willkommen zu meinem zweiten Teil zur privaten Unfallversicherung. Heute habe ich mir wieder einen neuen, spannenden Teil einfallen lassen, den so die wenigsten Menschen auf dem Schirm haben.

Max ist 40, eigentlich Topfit und geht, so wie ich, gerne in die Berge auf Wanderschaft. Eines Tages passiert es jedoch, dass er in einem unachtsamen Moment abrutscht und sich hierbei schwer verletzt. Auch nach einer intensiven Heilbehandlung wird klar, dass die Bewegungsfähigkeit seines Beines dauerhaft eingeschränkt bleibt. Der Invaliditätsgrad beträgt nach der Gliedertaxe seiner Unfallversicherung 75%. Da Max in seiner Unfallversicherung eine Deckungssumme in Höhe von 100.000 Euro vereinbart hat, erhält er somit 75.000 Euro.

Nun sieht es im Fall von Max anders aus! Er bekommt 45.000 Euro, da liegt sicherlich ein Fehler vor und die Unfallversicherung hat sich verrechnet. So zumindest denkt Max. Aber nein, es hat sich niemand verrechnet. Aber warum bekommt Max nun nicht die eigentlich, zuerst errechnete Summe? Der behandelnde Arzt stellte bei Max eine bestehende Arthrose fest, welche die Heilungsmöglichkeiten negativ beeinflusst und auch zur bleibenden Bewegungseinschränkung beiträgt. Nun wird der MITWIRKUNGSANTEIL der Arthrose auf 40% festgelegt und von der Versicherungssumme abgezogen.

 

40% von 75% = 30% der Gesamtsumme

 

Von den 75% Invalidität werden durch die Vorerkrankung also nur noch 45% (45.000 Euro) anerkannt. Ein hoher Unterschied in Höhe von 30.000 Euro.

In meiner täglichen Arbeit mit meinen Mandanten entdecke ich immer wieder Verträge, bei denen es im Schadenfall so laufen würde wie bei Max. Es gibt jedoch Tarife die auf die Anrechnung der meisten Vorerkrankungen verzichten und bei denen die volle Versicherungsleistung gezahlt wird, genau wie bei einem gesunden Menschen.

Bei Fragen, Wünschen und / oder Anregungen bin ich, wie immer, gerne für Euch da.

 

Herzlich Grüßt Euch

Euer Marc

7+

Schwindel oder Schwindel

Hallo meine Lieben,

Heute möchte ich Euch über den Schwindel oder auch den Schwindel berichten. Ist beides denn nicht dasselbe?? Lasst es uns herausfinden!

Wie die Meisten von Euch wissen, bin ich ja für jeden Spaß in den Bergen zu haben und heute möchte ich Euch über eine persönliche Erfahrung berichten.

2015 war ich mit Freunden im Oberwalis in der Nähe von Visp auf einer Klettersteigtour. Es war August und herrliches Wetter und unser Weg führte uns zuerst und wenig anspruchsvoll durch das schöne Baltschiedertal entlang der Visperterminen. Die Stimmung war ausgelassen und wir hatten alle mächtigen Spaß. Vor dem eigentlichen Aufstieg zum Klettersteig machten wir noch eine kurze Rast um uns zu stärken, als ich bemerken musste das ich meine Wasserflaschen in unserer Unterkunft vergessen hatte. Zunächst konnten mir hier Freunde aushelfen, dies jedoch nur begrenzt. Um das ganze nun etwas abzukürzen sei noch gesagt:

Etwa mittig des Klettersteiges nach ca. 3 Stunden begann es, dass es mir immer wieder schwarz vor Augen wurde und mich leichter Schwindel ergriff. Dies immer schlimmer, sodass ich wirklich abbrechen musste. Der Weg zurück war hierbei auch keine Option. Also informierte ich telefonisch die Schweizer Bergrettung über meinen Zustand. Selbige befreite mich nach ca. 20 Minuten mit dem Hubschrauber aus meiner misslichen Lage und verbrachten mich ins Kantonalkrankenhaus nach Visp, in welchem ich zur Überwachung über Nacht bleiben musste. Der ganze Spaß hätte mich ca. 6.000 Euro gekostet, hätte ich nicht meine Unfallversicherung gehabt, in welcher Bewusstseinsstörungen bedingungsgemäß mitversichert waren.

Gerade das Thema Bewusstseinsstörungen ist einer von vielen wichtigen Punkten auf die beim Abschluss einer Unfallversicherung geachtet werden muss. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass dies versichert ist. Ich stoße in meiner täglichen Arbeit immer auf Tarife, die genau diesen wichtigen Punkt ausgeschlossen haben.

Hier ein kurzer Auszug aus dem Versicherungsmagazin:

Bei Unfällen infolge einer Bewusstseinsstörung hat die versicherte Person grundsätzlich keinen Versicherungsschutz.

Obiger Passus kann jedoch aufgrund eines sogenannten Wiedereinschlusses in die Versicherung eingeschlossen werden, oder ist bei guten Tarifen sogar als „Standard“ mitversichert.

Diese elementar wichtige Bedingungserweiterung wird größtenteils erst seit dem Jahre 2012 von Versicherern angeboten. Sollte der Beginn Eurer Unfallversicherung vor dem Jahre 2012 liegen, ist die Wahrscheinlichkeit bei nahezu 100%, dass nach dem Schwindel der erneute Schwindel kommt!

Holt Euch professionelle Hilfe um selbst zu erkennen und zu beurteilen, was hinter Euren Bedingungen steckt. Gerne bin ich für Euch da. Hinterlasst einfach einen Kommentar, schreibt mir eine Mail oder eine Whatsapp oder klingelt kurz durch.

Euer Marc

P.S. nächsten Freitag geht es mit einem weiteren, wichtigen Bestandteil in der Unfallversicherung weiter! Lasst Euch überraschen! 

6+

Die Umfrageergebnisse sind da!

Liebe Freunde,

es ist vollbracht, die Umfrageergebnisse sind da und wirklich interessant.

Die Meisten von Euch schätzen das Risiko bei Freizeitaktivitäten in den Bergen zu verunfallen als mittel hoch, bis sehr hoch ein. Diesbezüglich haben die Meisten auch entsprechend vorgesorgt. Für mich persönlich als Marc, nicht als Fachmann, ist es auch extrem wichtig hier ein gutes Sicherheitsgefühl zu haben, wenn ich auf den Brettern stehe und zu wissen, egal was kommt, das Finanzielle ist im Falle des Falles geregelt.

Bei der Frage nach Euren finanziellen Entscheidungen in der Vergangenheit haben wir ein klares unentschieden. Die Hälfte ist zufrieden, die andere Hälfte nicht. Hat die Unzufriedenheit spezielle Gründe? In meinen täglichen Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass die Hauptgründe für diese Entscheidungen sich im Wesentlichen auf zwei Punkte reduzieren lassen.  Der erste, überwiegende Punkt ist: „Mein Berater hat gesagt, dass muss ich machen, weil es gut ist“.  Der zweite Punkt ist der, dass eine einmal getroffene Entscheidung bei vielen nicht mehr zu dem passt, wo sie im Leben hin wollen. Nicht mehr mit eigenen Wünschen und Zielen übereinstimmt. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen wertvollem Schutz und den eigenen Zielen zu finden und dabei zu beachten, auch bei Finanz-, und Versicherungsprodukten Flexibilität einzubauen. Wie seht Ihr das? Schreibt mir gerne in die Kommentare.

Nun kommen wir zu der Frage nach mehr Zeit für Familie und Freunde, einfach für die schönen Sachen im Leben. Zwei drittel geben an, gerne mehr Zeit mit den Lieben zu verbringen. Es ist manchmal ein Spagat den ich gut Nachvollziehen kann. Für mich ist Zeit auch ein sehr wichtiger Punkt, Zeit für meine Kinder und meine Freunde. Es gibt viele Möglichkeiten sich seine Zeit so einzuteilen, das genügend Zeit ist, sich um seine Lieblingsmenschen zu kümmern. Zu diesem Thema werde ich in Kürze einen weitern Blogbeitrag schreiben.

Das Gehalt, manche sagen auch Schmerzensgeld, ist ein sehr wichtiger Punkt. Denn ohne oder mit zu wenig Gehalt, ist es natürlich nicht oder nur eingeschränkt möglich, die Dinge die man sich wünscht zu finanzieren. An dieser Stellschraube zu drehen ist einfacher als Ihr vielleicht denkt.  In Einklang damit habt Ihr auch die Frage 7 beantwortet. –> Siehe Umfrage. Auch hierzu wird noch ein Beitrag folgen.

Es gibt wichtige und elementare Produkte, deren Absicherung ich für absolut erforderlich erachte. Schön zu sehen war in der Umfrage, dass Ihr mit meiner Meinung absolut übereinstimmend geantwortet habt, wie bei Frage 6 gut zu sehen ist. Was nun wichtig ist bei einer guten Absicherung, welche Fallen es bspw. bei der Unfall-, und auch Berufsunfähigkeitsversicherung gibt, werde ich in den nächsten Wochen hier genauer für Euch unter die Lupe nehmen.

Umfrageergebnis

Nun bleibt mir nur noch von Herzen DANKE zu sagen, für Eure Teilnahme. Bleibt mir gesund, lasst mir ein Herz da und bis zum nächsten mal!

Euer

Marc Matern

P.S. habt Ihr Fragen, Wünsche, Feedback oder etwas auf dem Herzen?? Dann lasst mir einen Kommentar da!

1+

Marc machts heute mal kurz….oder doch nicht

Hallo liebe Leserinnen und Leser, 

Ich habe ein Projekt bei meinem Arbeitgeber der alogacare GmbH übernommen, welches sich mit den Themen rund um Freizeitaktivitäten beschäftigt.

Da Wandern und Skifahren zu meinen absoluten Topfavoriten zählen, was meine Freizeitgestaltung angeht habe ich mir hierzu einige Gedanken gemacht.

Zu diesen Gedanken habe ich ein Leitbild im Kopf, nach diesem ich meinen Blog gliedern möchte. Und zwar:

 

Mehr Geld, mehr Zeit mehr Sicherheit

Mehr Geld

Wie schaffe ich es mehr Geld zur Verfügung zu haben um noch mehr Zeit mit meinen liebsten Hobbys und meinen Freunden verbringen zu können.

Hierzu stellt sich mir die Frage, wie habe ich mein Geld angelegt? Ist mein Geld denn sicher angelegt? Könnte ich mein Risiko minimieren, die Rendite erhöhen? Gibt es Sparpotential bei meinen Haushaltskosten? Kann ich meine Einnahmen erhöhen?

Zu letzterem ein kleines Gedankenspiel! Was würdet ihr sagen, wenn Euer Chef auf Euch zukommt und fragt ob ihr 4 Stunden im Monat mehr arbeiten würdet wen Ihr dafür 800 Euro mehr im Monat verdient? Sicherlich ein gutes Angebot, oder? Nun mal Hand aufs Herz, würde Euer Chef Euch ein solches Angebot machen? Eher nein! Aber: gibt es ein solches Angebot?

 

Mehr Zeit

An welchen Stellschrauben müsste ich denn drehen um mehr Zeit für meine Hobbys, meine Familie und meine liebsten Freunde zu haben? Ein Tag hat nun mal 24 Stunden, an dieser Schraube können wir nicht drehen. Wie sieht es beruflich aus, kann ich hier evtl. meine Zeit frei einteilen? Evtl. sogar als mein eigener Chef?

 

Mehr Sicherheit

Bin ich im Falle des Falles denn richtig abgesichert? Wir alle kennen die Bilder aus den Bergen, wenn mal wieder der Heli landet 🤕 Vielleicht nur ein Beinbruch der wieder verheilt, vielleicht aber auch was Schlimmeres.

Schlimm sind auch die finanziellen Narben, sollte eine sinnvolle Absicherung fehlen. Hier hat jeder von Euch sicherlich eine eigene Meinung, was Ihr persönlich für wichtig erachtet. Ist bspw. Eine Unfallversicherung sinnvoll? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Im Theoretischen meine ich als Experte zu wissen was essentiell erscheint. Wie sieht das bei Euch aus? Was ist Euch am Wichtigsten?

Schreibt mir hierzu gerne in die Kommentare!

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