Die Geschichte von Max und dem Mitwirkungsanteil

Herzlich Willkommen zu meinem zweiten Teil zur privaten Unfallversicherung. Heute habe ich mir wieder einen neuen, spannenden Teil einfallen lassen, den so die wenigsten Menschen auf dem Schirm haben.

Max ist 40, eigentlich Topfit und geht, so wie ich, gerne in die Berge auf Wanderschaft. Eines Tages passiert es jedoch, dass er in einem unachtsamen Moment abrutscht und sich hierbei schwer verletzt. Auch nach einer intensiven Heilbehandlung wird klar, dass die Bewegungsfähigkeit seines Beines dauerhaft eingeschränkt bleibt. Der Invaliditätsgrad beträgt nach der Gliedertaxe seiner Unfallversicherung 75%. Da Max in seiner Unfallversicherung eine Deckungssumme in Höhe von 100.000 Euro vereinbart hat, erhält er somit 75.000 Euro.

Nun sieht es im Fall von Max anders aus! Er bekommt 45.000 Euro, da liegt sicherlich ein Fehler vor und die Unfallversicherung hat sich verrechnet. So zumindest denkt Max. Aber nein, es hat sich niemand verrechnet. Aber warum bekommt Max nun nicht die eigentlich, zuerst errechnete Summe? Der behandelnde Arzt stellte bei Max eine bestehende Arthrose fest, welche die Heilungsmöglichkeiten negativ beeinflusst und auch zur bleibenden Bewegungseinschränkung beiträgt. Nun wird der MITWIRKUNGSANTEIL der Arthrose auf 40% festgelegt und von der Versicherungssumme abgezogen.

 

40% von 75% = 30% der Gesamtsumme

 

Von den 75% Invalidität werden durch die Vorerkrankung also nur noch 45% (45.000 Euro) anerkannt. Ein hoher Unterschied in Höhe von 30.000 Euro.

In meiner täglichen Arbeit mit meinen Mandanten entdecke ich immer wieder Verträge, bei denen es im Schadenfall so laufen würde wie bei Max. Es gibt jedoch Tarife die auf die Anrechnung der meisten Vorerkrankungen verzichten und bei denen die volle Versicherungsleistung gezahlt wird, genau wie bei einem gesunden Menschen.

Bei Fragen, Wünschen und / oder Anregungen bin ich, wie immer, gerne für Euch da.

 

Herzlich Grüßt Euch

Euer Marc

7+

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