Auf und davon!

Pferde sind Herdentiere und brauchen viel Bewegung. Mittlerweile bieten daher fast alle Pensionsbetriebe Weidegang in kleinen Gruppen an. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die pferdegerechte und ausbruchsichere Umzäunung dar.

Es lässt sich kaum vermeiden und vermutlich hat es jeder Pferdehalter schon einmal erlebt – wir erst letzte Woche: der Koppelzaun hat nicht gehalten was er verspricht. Keiner hat gesehen, wie die Spezialisten das hinbekommen haben, aber – mal wieder – sind die Pferde ausgebüchst und haben Ihre eigene Reise angetreten. In unserem Fall konnten die Pferde schnell wieder eingesammelt werden und keiner kam dabei zu Schaden. Aber es geht auch anders…

Wie sieht es rechtlich aus, wenn hierbei etwas schief geht?

Die Rechtssprechung zur Haftung von Weideunfällen ist uneinheitlich. Jeder Fall wird einzeln betrachtet. Generell haftet aber immer der Tierhalter für die Schäden, die sein Pferd verursacht. Wenn nicht genau nachweisbar ist, welches der Pferde den Schaden verursacht hat, wird der Schaden unter den beteiligten Pferden aufgeteilt.

Sollte eine nicht sachgemäße Umzäunung für einen Ausbruch verantwortlich sein, kann der Pensionsbetreiber haftbar gemacht werden. Hier gilt aber die Beweislast. Und auch hier wird der Schaden meistens aufgeteilt, denn der Zaun ist in der Regel nicht alleine schuld am Ausbruch der Pferde.

Im Ernstfall hilft die Pferdehaftpflicht

Besonders schlimm wird es, wenn ein Pferd in den Straßenverkehr gelangt und dort einen Verkehrsunfall verursacht. Hierbei können Sach- und Personenschäden, sowie auch Vermögensschäden bis in den Millionenbereich entstehen. Die Schäden könnten in diesem Fall folgendermaßen aussehen:

Personenschaden: eine Person wird verletzt oder stirbt

Sachschaden: ein Fahrzeug wird beschädigt

Vermögensschaden: entgangener Gewinn, da eine verletzte Person Ihrer selbstständigen Tätigkeit einige Zeit nicht nachgehen kann

Flurschaden: das Pferd hat auf dem Weg zur Straße einen Acker überquert und die Ernte zerstört

Guter Versicherungsschutz ist jetzt GOLD wert!

Für den entstandenen Schaden kommt die Haftpflichtversicherung auf. Allerdings nur bis zur vereinbarten Deckungssumme und diese kann bei einem schlimmen Verkehrsunfall schnell an Ihre Grenzen kommen. Die verbleibende Restschuld muss der „Schuldige“ mit seinem Privatvermögen aufbringen. Diese Last könnte einen sehr lange begleiten oder sogar ruinieren.

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein, um gut abgesichert zu sein?

Auf jeden Fall gilt: Je höher die Absicherung, desto besser! Vor allem im Bereich der Personenschäden wird eine Deckungssumme von mind. 10 Mio. € empfohlen. In der vergleichbaren KfZ-Haftpflicht gilt eine Mindestuntergrenze von 7,5 Mio. €. Wer also eine Pferdehalter-Haftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckungssumme in dieser Höhe hat, sollte beruhigt schlafen können.

Tipp: Lasst Eure Haftpflichtversicherung regelmäßig überprüfen. Tarife werden häufig optimiert ohne dass die Altverträge automatisch auf die besseren Tarife angepasst werden. Ein Check lohnt sich!

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Unfallversicherung für Reiter

Für meinen kleinen Finanz- und Vermögensratgeber für Pferdehalter und Reiter habe ich mich mit einigen Studien und Statistiken beschäftigt und eine Sache ist mir dadurch erst mal wieder so richtig bewusst geworden. So faszinierend und schön unser Sport auch ist, es ist eine der gefährlichsten Sportarten überhaupt.

ca. 93.000 Reiter verletzen sich jedes Jahr in Deutschland
(von geschätzten 2 Mio. Reitern in Summe)

 

Während meiner Recherche bin ich wieder über den verunfallten Benjamin Winter gestolpert, der 2014 beim Turnier in Luhmühlen auf der Geländestrecke beim Sturz mit seinem Pferd Ispo verunglückte. Sprung 20 wurde dem 25-jährigen zum Verhängnis, die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten…
Die Vielseitigkeit gilt schon lange als die gefährlichste Reitsportdisziplin in Deutschland. Aber nicht nur die Vielseitigkeit ist risikobehaftet:

etwa 6% der insgesamt 1,45 Mio. Sportunfälle jährlich
haben mit dem Reiten zu tun

 

Hierunter fallen nicht nur Reitunfälle beim Spring- oder Vielseitigkeitsreiten, sondern auch Freizeitreiter nehmen einen großen Teil davon ein. Dabei ist besonders der Schweregrad der Unfälle zu beachten. Reitunfälle fallen meistens deutlich schlimmer aus, als Sportunfälle anderer Sportarten, wie z.B. Fußball oder Handball. Statistiken zufolge soll Reiten sogar gefährlicher sein als Motorradfahren.

Erschwerend hinzu kommt, dass Unfälle leider nicht nur auf dem Pferd passieren…

rund 50% der Unfälle passieren beim Umgang mit dem Pferd
und nicht direkt beim Reiten

 

Und noch ein letzter Punkt, den ich sehr erschreckend finde:

über 50% der verunfallten Personen beim Reiten sind Kinder

Besonders gefährdet scheinen Mädchen bis 14 Jahre. Gerademal 18% der Reiter sind eben dieser Gruppe zuzuordnen, trotzdem ist bei 40% aller Reitunfälle ein Mädchen unter 14 Jahren betroffen. Dabei ist auch hier wieder der Verletzungsgrad bei keiner anderen Sportart so schwerwiegend, wie beim Reiten. Lediglich bei Autounfällen werden Kinder statistisch vergleichsweise schlimm verletzt.

 

Denkt alle mal eine Minute darüber nach… und direkt im Anschluss: Bitte kümmert Euch um entsprechenden Versicherungsschutz. Und bitte bitte denkt auch an den Schutz für Eure Kinder.

Mein Fazit aus diesen Studien:

Eine Unfallversicherung sollte jeder haben,
aber für Reiter ist sie absolut unverzichtbar!!!

 

Kleine Zusatzinfo: Einige Versicherer bieten Unfallversicherungen speziell für Reiter an. Hier werden aber nur Unfälle abgesichert, die im Zusammenhang mit dem Pferd passieren. Ein umfangreicher Unfallschutz ist nur unwesentlich teurer und bietet den vollen Schutz.
Kommt bei Fragen zum Unfallschutz gerne auf mich zu.

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Marc machts heute mal kurz….oder doch nicht

Hallo liebe Leserinnen und Leser, 

Ich habe ein Projekt bei meinem Arbeitgeber der alogacare GmbH übernommen, welches sich mit den Themen rund um Freizeitaktivitäten beschäftigt.

Da Wandern und Skifahren zu meinen absoluten Topfavoriten zählen, was meine Freizeitgestaltung angeht habe ich mir hierzu einige Gedanken gemacht.

Zu diesen Gedanken habe ich ein Leitbild im Kopf, nach diesem ich meinen Blog gliedern möchte. Und zwar:

 

Mehr Geld, mehr Zeit mehr Sicherheit

Mehr Geld

Wie schaffe ich es mehr Geld zur Verfügung zu haben um noch mehr Zeit mit meinen liebsten Hobbys und meinen Freunden verbringen zu können.

Hierzu stellt sich mir die Frage, wie habe ich mein Geld angelegt? Ist mein Geld denn sicher angelegt? Könnte ich mein Risiko minimieren, die Rendite erhöhen? Gibt es Sparpotential bei meinen Haushaltskosten? Kann ich meine Einnahmen erhöhen?

Zu letzterem ein kleines Gedankenspiel! Was würdet ihr sagen, wenn Euer Chef auf Euch zukommt und fragt ob ihr 4 Stunden im Monat mehr arbeiten würdet wen Ihr dafür 800 Euro mehr im Monat verdient? Sicherlich ein gutes Angebot, oder? Nun mal Hand aufs Herz, würde Euer Chef Euch ein solches Angebot machen? Eher nein! Aber: gibt es ein solches Angebot?

 

Mehr Zeit

An welchen Stellschrauben müsste ich denn drehen um mehr Zeit für meine Hobbys, meine Familie und meine liebsten Freunde zu haben? Ein Tag hat nun mal 24 Stunden, an dieser Schraube können wir nicht drehen. Wie sieht es beruflich aus, kann ich hier evtl. meine Zeit frei einteilen? Evtl. sogar als mein eigener Chef?

 

Mehr Sicherheit

Bin ich im Falle des Falles denn richtig abgesichert? Wir alle kennen die Bilder aus den Bergen, wenn mal wieder der Heli landet 🤕 Vielleicht nur ein Beinbruch der wieder verheilt, vielleicht aber auch was Schlimmeres.

Schlimm sind auch die finanziellen Narben, sollte eine sinnvolle Absicherung fehlen. Hier hat jeder von Euch sicherlich eine eigene Meinung, was Ihr persönlich für wichtig erachtet. Ist bspw. Eine Unfallversicherung sinnvoll? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Im Theoretischen meine ich als Experte zu wissen was essentiell erscheint. Wie sieht das bei Euch aus? Was ist Euch am Wichtigsten?

Schreibt mir hierzu gerne in die Kommentare!

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